Der Sommer scheint ja nun endgültig vorbei zu sein und damit auch die Zeit für barfuss herumlaufen. Denn nun kommt die von allen Männern so sehr gefürchtete Frauenkrankheit: eiskalte Füsse; Auch ich bzw. mein Freund sind davon nicht verschont.

Man kann aber natürlich eine Menge dagegen tun: warme Fussbäder vorm Bett, Oma’s gestrickte Socken oder meine neue Entdeckung: Zehensocken. Die sind wirklich super, da sie jeden einzelnen Zeh mit Baumwolle (bei guter Qualität) umschliessen und umwärmen. Die kann man mittlerweile überall kaufen, in jedem Fachhandel und Supermarkt; Auch im Internet gibt es sie zu kaufen. Es gibt z. B. eine Familie im Schwabenlande, die selbstgestrickte Zehensocken verkauft;

Nur frage ich mich, warum denn diese wunderbaren Socken immer so quietschbunt und meistens in Ringelmuster verkauft werden; Denn so sehen sie aus wie Kindersocken. Ich aber würde sie auch gerne nicht nur daheim tragen, sondern auch mal unter einer Jeans in die Universität. Vielleicht fange ich jetzt auch mal das Sockenstricken an :-)

Mode kommt, Mode geht. Die Zeiten haben sogar so etwas wie Schulterpolster bei Damenblusen, neonpinkfarbene Leggings und Buffalo-Plateauschuhe gesehen (hoffentlich kommt das niiiieee wieder zurück). Doch es gibt einfach Klassiker, die einfach nie aus der Mode kommen und bei vielen der Fälle ist es auch gut so. So z.B. die taillierte weisse Bluse, schwarze Pumps, das “Kleine Schwarze” und eben der tolle Trenchcoat, der einfach fast jeden toll aussehen lässt – von James Bond bis zur dicken Nachbarin.

Es ist wohl ein Klassiker: der Kurzmantel mit zweireihigen grossen Knöpfen und Gürtel um die Taille; oft in beige, aber er ist auch ganz klasse in Rot!! Was die Länge angeht, so gibt es ja alles von knöchel-, über knie- bis hüftlang. Also die ganz langen Mäntel finde ich nicht so toll, denn die machen schon etwas alt. Die knielangen sehen superelegant aus und sind für solche Gelegenheiten auch geeignet. Wenn man sich jedoch etwas lässiger stylen mag, sind die hüftlangen doch besser geeignet.

Letztens hatten wir echt ein witziges Gespräch unter Freunden. Wir haben uns erzählt, was wir als Kinder für schlimme Klamotten anziehen (mussten) bzw. wollten, das war megawitzig, vor allem als wir dann auch noch die Beweisfotos zückten.

Alle bis dato streng geheime modische Ausbrüche wurden in fröhlicher Laune herumerzählt, sodass uns nach einer Weile vor Lachen die Bäuche weh taten. Alles wurde nochmal aufgedeckt: von der quietschgrünen Kinder Thermohose über rosa Barbie-Pullis bis hin zu Tigerenten-Hose, all das trugen wir eines Tages mit Stolz.

Ich sorgte aber wohl am meisten für Heiterkeit, denn tatsächlich gibt es viele Beweisfotos, die vor allem meine Neigung zu den unmöglichsten Kombinationen zeigten: Neongrüne Glanzleggings zu rosa Fleece-Pulli mit schwarzen Punkten, dazu ein goldener Haarreifen. Dann: neonpinke Leggins mit grossen schwarzen Sternen drauf und zu allem Übel ein bunt bepunktetes T-Shirt!! Das Schlimmste war jedoch, als ich etwa in die fünfte Klasse ging: da war ich doch gar so mutig und wollte die Lolita spielen, dass ich doch tatsächlich einen Lackrock (!!!!) anzog und dazu Woll-Overknees. Wow, wenn ich heute ein 11-jähriges Mädchen so rumlaufen sehen würde, würde ich tatsächlich an die Debatte der heutigen Porno-Jugend glauben!!!

Bei diesen eiskalten Temperaturen, die wir momentan haben, obwohl kalendarisch gesehen August ist, ist man eher an Herbst erinnert. Keine Sonne, ekelhafter Wind und Leute auf den Strassen mit dicken Schals. Ist das etwa August?

Jedenfalls verstauben meine Sandalen und feine Schühchen im Schuhregal bei diesem miesen Sommer und ich mache mir schon Gedanken, welche Schuhe ich mir für diesen Herbst zulegen sollte; Davon brauche ich dringend einige neue Paare, beim letzten Sale off war ich einfach zu spät dran und es gab nur noch Damenschue in Übergrössen, ich aber habe leider die Allerweltssgrösse 39, die natürlich sofort alle weg sind.

Ich habe mittlerweile recht viele Paare halboffener Pumps, die sehen eigentlich immer gut aus und mit durchsichtigen Feinsocken sehen sie auch super aus. Leider geht es mit ihnen nur bis etwa Mitte Oktober, dann wird es einfach viel zu kalt, ich bin da jedenfalls sehr empfindlich. Und Stiefel will ich da auch nicht unbedingt gleich anziehen, denn schliesslich werde ich mit ihnen noch den ganzen langen Winter herumlaufen!

Was also tun, wenn es für Pumps und Ballerinas zu kalt, für Stiefel aber zu warm ist? Eine sehr gute Lösung sind Winter-Chucks für informelle und sportliche Kleidung und Stiefeletten für elegantere Kleidung. Gut sind auch die sehr trendigen Ankle Boots, die gibt es ja auch schliesslich in verschiedenen Ausformungen, mit hohen und mit niedrigen Absätzen. Man kann sie wirklich sehr gut zu allem kombinieren.

Meine letzte Entdeckung im Schuhladen waren trotteur-Schuhe, vor allem so genannte Chelsea Booties oder Vintage Slipper von Buffalo und Bronx. Die sehen unter einer Hose recht elegant aus, die niedrigen Absätze klacken aber nicht bei jedem Schritt (etwas was mich echt nervt bei hohen Schuhen obwohl ich High Heels eigentlich sehr gerne mag).

Ganz fabelhaft finde ich Schnür-Halbstiefel, wie man sie z.B. im Film Moulin Rouge sieht! Die fand ich schon als kleines Mädchen klasse und wollte unbedint welche davon besitzen. Dazu ist es aber nie gekommen :-(  Warum? Ich finde einfach keine, die oben schmal an der Wade anliegen. In allen “schwimme” ich eher und die schmiegen sich einfach nciht an meine Beine an, wie ich mir das vorstelle; Was also tun, bei so breiten Schaften? Aber das ist mein anderes grosses Problem bei Stiefeln…

Jedes Jahr freue ich mich zwei Mal darauf – und werde doch jedesmal richtig enttäuscht. Die Rede ist vom Schlussverkauf. Da freut man sich auf die tollen Schnäppchen und den Rotstift auf den Preisschildern und träumt schon von vollen Einfkaufstüten und doch: viel zu oft komme ich frustriert nach Hause. Warum? Das Problem sind die Grössen.

Entweder meine Grösse ist eine Durchschnitts- und Allerweltsgrösse (vor allem bei BHs -75B- und bei Schuhen – Grösse 39) und deshalb schnell weg. Oder ich bin wohl etwas zu schlank für das was übrig bleibt, denn von den Grössen 34 und 36 sind die besten Klamotten schnell weggekauft.

Erst letztens habe ich in einem Schugeschäft, wunderbare schwarz-rote Pumps gesehen. Ein Traum!! Denn ich suche Schuhe, die ich zu roter Kleidung tragen kann, finde aber rein rote Schuhe etwas zu tussig und auffällig. Doch davon gab es natürlich nur noch die Grössen 37 und 42. Überhaupt waren fast alle noch vorhandenen und reduzierten Damenschuhe Größe 42 – schrecklich!!!

Das SZ Magazin hat mich wieder mal mit einem ganz tollen Artikel beeindruckt. In “Mode ist Teil der Kultur” spricht Designerin Gabriele Strehle von den Deutschen, die lange Zeit als Modemuffel galten. Ihrer Meinung nach lernen aber auch wir Deutschen immer mehr dazu und bessern uns in der Modehinsicht.

Das was wir schon immer während des Urlaubs in Italien und Frankreich beobachten konnten, nämlich dass die Leute dort viel mehr Wert auf gute und elegante Kleidung legen, wird auch von einflussreichen Modedesignern und -kennern bestätigt. In diesen Ländern ist Kleidung vielmehr als ein Gebrauchsmittel, sondern vielmehr ein Gut zur Selbstdarstellung und zur Zurschaustellung. Allerdings spricht Gabriele Strehle den Deutschen Lernbereitschaft zu, auch wenn wir noch weit von dem Modeselbstverständnis anderer Länder entfernt sind. Allgemein gilt jedoch überall, dass man  in den Städten mehr auf Mode achtet als auf delm Land, sei es nun in Deutschland oder in Frankreich. Was aber leider das Modebild der Deutschen gesprägt hat, ist nicht die Kleidung, die sie bei sich tragen, sondern was sie im Urlaub anziehen: eben möglichst bequeme aber unelegante Klamotten; Die Fehltritte sind ja allseits bekannt.

Was macht aber nun in Frankreich und in Italien den Unterschied aus? Es ist so, dass es in diesen Ländern eine Art “textile Erziehung” gibt. “Da gehen die Jungen mit dem Vater den ersten Anzug kaufen, lernen, wie sich ein guter Stoff anfühlt, was ein guter Schnitt ist und sind stolz darauf, einen Anzug tragen zu dürfen. Die Mädchen gehen mit der Mutter in ein gutes Dessousgeschäft und verstehen, dass gut gekleidet zu sein bei der Wäsche beginnt. Etwas zum Reinwachsen zu kaufen ist eine Unsitte, die dort keiner kennt”. Während Frauen also hierzulande BHs kaufen gehen, kaufen Französinnen edle Dessous, die nicht unbedingt dem Bequemlichkeitsdogma entsprechen.

Man sollte sich also von unseren Nachbarn immer noch viel abschneiden, denn ich denke auch, dass Mode nicht einfach nur ein Konsumgut sein sollte, sondern ein Lebensgefühl!!

Ich fahre demnächst in den Süden!!! Doch leider nicht für ein Urlaub in Tunesien oder in Spanien (ach, schön wäre es!) sondern auf eine Konferenz; Dort werde ich einen Vortrag halten und grübele jetzt schon darüber, was ich nur anziehen sollte, zumal in der Einladung stand, man solle doch bitte auf formelle Kleidung achten.

Die magische Frage jedoch lautet: Welchen Grad an Formalität haben sich die Herrschaften denn vorgestellt? Reicht eine Bluse und ein Rock oder sollte es ein Hosenanzug sein? Reichen normale Pumps oder müssen es besonders elegante Schuhe sein?

Würde ich nur als passive Zuhörerin zur Konferenz (zum Thema “Teilnehmermanagement“) reisen, dann müsste ich mir gar nicht soviele Sorgen machen; Doch ich werde 20 Minuten lang einen Vortrag halten und da wird die gesamte Aufmerksamkeit auf mich gerichtet sein; Und auch kritische Blicke auf mein Outfit werden sich nicht vermeiden lassen. Ich mache es ja selber und gerade bei Frauen wird besonders gern und penibel hingeschaut: passen die Schuhe zum Outfit, ist der Schmuck dezent genug,  sind die Farben gut aufeinander abgestimmt?

Denn es ist zweifellos so, dass die eigene Kompetenz massgeblich von anderen Dingen bestimmt werden, nicht nur vom Inhalt des Vortrags! Viel zählt z.B. die Stimme. Mit einer zu hohen Stimme, egal ob bei Frau oder Mann, erweckt man kein Vertrauen und schon gar nicht den Eindruck von Autorität. Dies ist der selbe Fall wenn man sich zu exzentrisch kleidet, also bunter Riesenschmuck, lange Schals, bunte Schuhe etc. Man muss also wie immer die goldene Mitte finden.

Diese Frage beschäftigt mich schon seit langem. Ich habe in diesem Jahr zwei Mal Urlaub in Ägypten und die Gesellschaft mit ihren Kleidungscodes (übrigens für Frauen UND für Männer) haben mich sehr zum Nachdenken gebracht. Und ich möchte hier nicht mal über die Kleidungsregeln für die Ägypterinnen reden, denn das ist ein anderes uferloses Thema. Die Frage ist vielmehr: Was ziehe ich als westliche Frau an, um gleichzeitig die Tradition und Kultur des Landes zu respektieren aber nicht auf meine persönliche Freiheit zu verzichten.

Um eins gleich vorwegzunehmen: es geht hier auch tatsächlich darum seine “Ruhe” vor lästigen und äusserst nervtötenden Blicken der Männer zu haben und sich in diesem Sinne zu “schützen” (hätte nicht gedacht, dass ich mal das Vokabular der Musliminnen benutzten werde); Denn es ist leider so, dass obwohl Ägypten eine jahrtausende Tourismuserfahrung hat, werden westliche Frauen trotzdem oft respektlos angestarrt und auch behandelt – und das nicht auf einem entlegenen Dorf, sondern auch mitten in den Toursitenorten, wo es von halbnackten Touristinnen nur so wimmelt (dazu später). Mich persönlich haben diese Gaffer und diese Blicke echt fertig gemacht, ich hätte nie gedacht, dass es mich mal aufwühlen würde. Und ich war nichtmal respektlos oder halbnackt gekleidet: dünner Rollkragenpullover, Jeans, Turnschuhe, Haare zum Zopf geflochten  - und das alles bei einer furchtbaren Hitze. Und trotzdem fühlt man sich ständig wie ein Stück Fleisch; Das war leider leider eine schlimme Erfahrung.

Das andere Thema ist jedoch Respekt vor dem Land und seiner Kultur. Natürlich sind wir Europäerinnen es gewôhnt im Sommer in kurzen Röcken und Spaghetti Tops rumzulaufen, doch muss man einfach einsehen, dass es in anderen Ländern einfach nicht geht und die Leute dort sehr aufwühlt – genauso wie uns wenn eine Frau hierzulande mit einer Burka rumläuft. Deshalb konnte ich nur noch mit dem Kopf schütteln als ich die ganzen Kreuzfahrtschiffe und Busse gesehen haben, die halbnackte (oder viertelnackte?) ausspuckten, die dann über die historischen Tempel herfielen. Das lehne ich auch zutiefst ab/ Ich vertrete die Meinung, dass man sich immer vor jeder Reise über das Land informiert und die Kultur respektiert.

Also in letzter Zeit kann ich wirklich manchmal meinen Augen nicht trauen: da sehe ich doch glatt die Moderegel Nr.1 gebrochen und das auch noch von vielen Menschen, die rein optimisch nicht unbedingt zu den Modetaugenichts gehören, sondern sogar recht trendy rumlaufen. Die laufen jetzt mit Socken in Pumps und Sandalen rum und das auch noch bewusst und für jedermann sichtbar.

Es gibt ja so einige Moderegel, die als heilig gelten können: Karo und Streifen nicht mixen, Schulterpolster gehören ein für alle mal verschwunden und eben niemals Socken unter Sandalen oder Pumps. Damit meine ich nicht feine Füsslinge oder Falke Strümpfe, die man auch in Pumps tragen kann, sofern man aber eine Hose trägt und sie unsichtbar bleiben. Doch das was ich heute auf der Strasse aber auch auf den Catwalks sehe, ist einfach unglaublich: die Socken werden schön sichtbar zu Röcken getragen und je auffälliger desto besser.

Hat da etwa der praktische Sinn gewonnen? Wir alle kennen geschundene und aufgeriebene nackte Füsse in Sandalen und Pumps doch das war immer noch besser, als sich mit Socken in superchicken Pumps zeigen zu lassen.

Schuhe für Damen sind nun mal am schönsten, wenn sie offen sind!Und darunter gehören auf keinen Fall Socken sondern gepflegte Frauenfüsse  Das habe ich spätestens in der Pubertät gelernt, als ich die Rüschensöckchen unter meinen Sandalettchen nicht mehr tragen wollte! Und nun bricht für mich die Modewelt zusammen ;-)

Ich habe eine neue Leidenschaft entdeckt: süsse Kindermode kaufen!! Ich wusste gar nicht, dass es so viel Spass macht Kinderklamotten shoppen zu gehen. Auf den Geschmack bin ich gekommen, weil ich demnächst nach Ottawa, Kanada reise, um die kleine Nichte meines Freundes zu besuchen. Die Kleine ist schon ein Jahr alt, deshalb wird es Zeit, dass wir sie mal sehen!!

Nun, natürlich braucht man da ein Haufen Gastgeschenke, auch für die Eltern (was weniger Spass macht). Deshalb sind wir in eine Kinderboutique gegangen, um mal zu sehen, was es da so gibt. Da ich selber noch nicht Mama bin, war ich auch noch nie bewusst in einem Kindermodeladen. Aber da war ich dann ganz entzückt: kleine süsse Babybody, winzige Schühchen aber megachic, Prinzessinnenkleider, T-Shirts mit knuddeligen Motiven usw. Ja, ja, ich weiss, das klingt jetzt unheimlich kitschig und sentimental und ich war selber sehr überrascht, wie entzückt ich da reinlaufe.

Aber ich muss auch sagen, dass ich ganz froh war, dass ich die Klamotten nicht für mein eigenes Kind kaufen muss, denn der Anblick von den ganzen gestressten Müttern mit ihren plärrenden Kindern, war schon etwas demotivierend.

Wir haben ungefähr eine Stunde in dem Laden verbracht, wobei ich glaube, dass es meinem Freund da nicht so gut gefallen hat wie mir ;-) Für die kleine Nichte wollten wir dann aber doch kein rosa Lilly Fee Kleid, das finde ich nämlich ganz grausig, dass heute alle kleine Mädchen damit rumrennen müssen. Stattdessen packten wir einen sehr niedlichen Sommerhut ein, ein Paar Mädchenunterwäsche mit Sommer-Hawai-Motiv sowie ein türkisblauen Rüschenrock (muss ja nicht alles rosa sein). Bin schon ganz gespannt auf die Kleine und vor allem auf den Moment, wo sie ihr Geschenk auspackt und gleich anprobiert!