Gestern noch habe ich über die BRIGITTE-Initiative “ohne-Models” geschrieben, nachdem die führende Frauenzeitschrift angekündigt hat, keine dürren Models mehr abzubilden. Das Kommentar von Modezar und Lästermaul Karl Lagerfeld hat da selbstverständlich nicht lange auf sich warten lassen. Laut sueddeutsche.de schimpft er über “dicke Muttis mit Chipstüte”, die vor dem Fernseher hocken und frustriert auf die Models gucken.
Andreas Lebert, BRIGITTE-Chefredakteur begründete die Entscheidung damit, dass er es “pervers” und “gestört” findet, dass seine Redakteure seit Jahren die Models per Photoshop dicker (!) machen müssen, v.a. an Dekolleté und Oberschenkel. Das hat mit den Leserinnen nichts mehr zu tun.
Der liebe Karl Lagerfeld hat dem entgegenzusetzen, dass die Modewelt viel mit Projektion von Träumen und Wunschbildern zu tun hat und dass deshalb dicke Models, die “keiner sehen will”, total unrealistisch seien. Und da ist das Problem: solche begrüßenswerten Initiativen müssen eben von den “Großen” der Modebranche ausgehen und offensichtlich gibt es da Widerstand und das auch noch mit drastischer Wortwahl.
Tatsächlich denke ich, dass Werbung für Strandmode oder z.B. für Dessous und Unterwäsche an dickeren Models wohl wirklich erstmal gewöhnungsbedürftig sind.
Aber gerade da sollte man doch ansetzen und das Auge und die Gewohnheiten ändern.










Oktober 22nd, 2010 at 03:56
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Januar 20th, 2011 at 09:28
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