Meiner Meinung nach darf Mode niemals, niemals ein Zwang sein. Es darf auf keinen Fall, dass Mode einem Gerichtsurteil gleichkommt und Menschen in trendige, coole und schief angesehene Menschen trennt. Leider ist es aber oft der Fall. Gerade an Schulen kann man es ja beobachten: trägt man nicht gerade die angesagten Klamotten oder die hipen Marken, wird man schnell als uncool abgestempelt. Gott sei Dank, enthärten sich diese Fronten an der Universität, wobei vielen darüber dann im Job wieder klagen.
Es ist einfach schade. Denn Mode sollte vor allem etwas sein, was einfach nur Spass macht. Wer zieht sich nicht gerne schön an und fühlt sich wohl darin? Mode kann auch Selbstbewusstsein stärken, aber leider auch schwächen – das trifft nicht nur auf die Damenmode sondern auch auf die Herren zu!
Deswegen bin ich eine grosse Befürworterin von “freier Mode” und bin deshalb zur Zeit sehr zufrieden mit der aktuellen Mode. Klar gibt es Tendenzen, aber sie ist nicht mehr so exklusiv oder so kategorisch bzw. schliesst viele Sachen einfach nicht mehr aus. Man kann genauso gut eine Röhrenjeans tragen und am nächsten Tag eine weite 70er-Schlaghose.

Man kann genauso gut spitze als auch runde Schuhe tragen, mit grossem und mit kleinem Absatz (oder gar keinem Absatz). Man kann einen chicken Wollmantel tragen, aber auch eine Daunenjacke. Weite Pullis, Cardigans, aber auch enge, elegante Pullover können sehr gut koexistieren und kombiniert werden.

Früher empfand ich Mode oft als eintönig und auch fast totalitär. Man konnte z.B. früher keine feineren Schuhe ohne spitzen Schaft finden (ausser in der Grossmutti-Abteilung) oder keine Hose, die nicht eine Schlaghose wäre. Heute kriegt man auch alles, und das finde ich auch sehr sehr angenehm. Ein Hoch auf die Stilfreiheit!









