Selig, besinnlich, ruhig – so wird gerne die Weihnachtszeit hochgepriesen – auf riesigen Werbetafeln von grossen Einkaufshäusern zum Beispiel!!! Mittlerweile sind diese Begriffe mehr Marketing als Beschreibung der Realität. Wer von uns ist nicht schon megagestresst durch die Fussgängerzonen Deutschland gerast, mit einer Liste an Weihnachtsgeschenken in der Hand (oder im Kopf), beschallt von seligen Weihnachtsliedern, terrorisiert von überdimensionalen Santa Claus, riesigen kitschigen Tannenbäumen und dem werbewirksamen Arschtritt, man soll doch in der Weihnachtszeit die Allerliebsten und die so wie die Pflichtliebsten (Kollegen, Nachbarn, nervige Verwandschaft) nicht vergessen.
Alle Jahre wieder könnte man dieses Klagelied auf den weihnachtlichen Kommerzwahnsinn singen, jeder ist genervt davon und trotzdem machen alle mit. Berlin wollte, sicherlich um uns das Leben zu erleichtern, auch sonntags die Einkaufspassagen bevölkern, doch dem hat jetzt das Verfassungsgericht in Karlsruhe einen Riegel vor die Tür geschoben. Ob das nun im Sinne der Kirchen ist oder nicht, ist mir eigentlich egal. Ich habe durchaus Sympathie für dieses Urteil (obwohl das schon so einen religiös-konservativen Hauch an sich hat), denn ich denke, es ist einfach sinnlos. Es bringt weder den Leuten was, denn auch sonntags würden alle in die Läden stürmen, es ist also nicht die Entspannung des Kaufwahns der anderen Tagen zu erwarten. Und dem Konsum und der Wirtschaft würde es auch nicht viel bringen, denn man kann nun mal den Euro, den man zur Verfügung hat, nur einmal ausgeben.
Eine Alternative bieten sich seit einigen Jahren durch das Online shoppen an. Man kann sich in Ruhe zu Hause durchklicken (mittlerweile hat ja fast jedes Label oder jedes Produkt eine Internetpräsenz) und muss sich nicht draussen in der Kälte auf die Füsse trampeln lassen. Sucht ein Typ z.B. sexy Dessous für seine Freundin, so muss er sich heute nicht mehr in der Unterwäschenabteilung bei der Frage nach der Größe blamieren und unbeholfen reingucken, sondern kann sich erstens schöne Unterwäsche im Internet heraussuchen und sich nebenbei in verschiedenen Foren beim Kauf beraten lassen (es gibt nämlich Unmengen von Männern, die dieses “Problem” haben!)
Klassische Weihnachtsgeschenke neben Unterwäsche (für die Ladies) sind auch immer wieder Accessoires: Handschuhe, Armbänder, Halsketten, Mützen, Schals, Umhängetaschen, Geldbörsen etc.
Aber mittlerweile bekommt man wirklich ALLES im Internet: von alten Filmklassikern auf DVD bis zum Fallschirmsprung über exotische Kochkurse. Einfach drauflos klicken. Sollten einem jedoch doch die Düfte nach gebrannten Mandeln, Plätzchen und Glühwein fühlen (das einzige was das Weihnachtsshoppen eigtl. erträglich macht), dann einfach für 1-2 Stündchen zum Christkindlmarkt schauen.









