Wenn man nach dem Begriff Modesucht googelt, wird man mit dem Ergebnis eher unbefriedigt sein. Der Begriff hat sich noch nicht etabliert oder höchstens im Zusammenhang von Kaufsucht oder dem Konsumismus erwähnt. Doch es handelt sich um ein Phänomen, das sich von diesen Begriffen unterscheidet.

Während es bei der Oniomanie, wie der wissenschaftliche Begriff für Kaufsucht lautet, um zwanghaftes Kaufverhalten geht, bei dem nicht der Besitz des Produkts, sondern die Kaufhandlung selbst im Vordergrund steht, ist die Modesucht ein anderes Phänomen. Hier geht es im Gegenteil, gerade um die Anhäufung von Besitz, und das gerade von Modeartikel. Die Modesüchtigen, meistens Frauen, verspüren einen ständigen Drang, gut gekleidet zu sein und permanent gut auszusehen… nun ja, das verspürt wohl jede Frau. Doch die Modesüchtigen denken dabei in Begriffen der aktuellen Modetrends, Mode ist nicht einfach nur ein Stil der persönlichen Kleidung, sondern das Etikett, mit dem man sich der Aussenwelt verkaufen will.
Gerade viele junge Mädchen sind davon betroffen. Sie schlendern fast täglich durch die Einkaufszonen oder studieren Modezeitschriften, um auf keinen Fall den aktuellen Trend zu verpassen und auch ja all das zu besitzen, was gerade angesagt ist – egal, ob es von Dauer ist, oder nicht. Das Problem, das dahinter steckt, kann man sich schon vorstellen: mangelndes Selbstbewusstsein. Man versucht das Eigene nicht in den Vorderung zu stellen, weil man unzufrieden damit ist. Also versucht man sich mit Modeartikeln jeglicher Art zu überhäufen, auch um etwas undurchdringlich zu sein. Denn eine Konstante der Persönlichkeit erlaubt dieser Zwang nicht. Man verkauft sich jede Saison als jemand, der oder die man nicht ist. Mal sehen, ob sich die Forschung, und hier gerade die Psyhologie, damit auseinandersetzen wird. In der Pädagogik wird diese Tendenz bereits problematisiert, wie ein Buch von Johann Georg Horn beweist.










Juni 9th, 2010 at 15:40
…und mit jedem neuen, unbedingt notwendigen Kleidchen oder Shirt – billig produziert in China, Indonesien, etc. – freut sich die Umwelt wieder über den Nachschub an CO2, Insektiziden und Pestiziden. Aber was tut man nicht alles für die Schönheit und das, was einem wichtig ist.